Best, Michael R. „Nashe, Lyly, and Summer’s Last Will and Testament“. in Philological Quaterly. 48:1 (1969: Jan)
Thomas Nashes Verhältnis zu John Lyly ist ambivalent. Den Mitstreiter in der Marprelate-Kontroverse behandelt er mit Samthandschauen. Dem Vertreter des Euphuismus begegnet er mit Skepsis und Kritik. Davon zeugt möglicherweise Nashes Summer’s Last Will and Testament. Die Aufführung erfolgte ein Jahr nach dem Verbot der Children of St.Paul (1591) durch eine nicht näher bekannte Gruppe von Kinderschauspielern in der Provinz. Im Text finden sich einige Anmerkungen der Figur „Summers“, welche die Erwachsenenimitationen in Frage stellen. Er mockiert sich beispielsweise über die Kostüme der Darsteller. Für den Euphuismus typische Formen des Argumentierens werden im Text übernommen, aber indirekte Allegorien aufgelöst. Nashe scheint den Stil seines Vorgängers zu parodieren und die allgemeine Kritik des Euphuismus mit seinen weithergeholten und erfundenen Beispielen zu unterstützen. Michael R. Best nimmt an, das Nashe einen Plot oder einen Text von Lyly vorliegen hatte, von dem er Teile beibehielt und sie mit seinem Stil konfrontierte.